Hinauf! Hinauf zum Helm!

Als zweite Tour unseres Dolomitenaufenthalts im Sommer 2011 möchten wir die Tour zum Helm vorstellen. Die Tour startet in Sexten. Eine kostenlose Parkmöglichkeit findet man an der Talstation der Bergbahn. Die ersten 730 hm folgt man zuerst der Asphaltstraße deren Bodenbelag bald zu dolomitentypischem Schotter wechselt. An der Bergstation der Bergbahn angekommen lädt das Panorama zum Hochpustertal zum kurzen Verweilen ein. Auf dem Weg 3-20 geht es an der Hahnspielhütte vorbei. An der Stelle an der der Schotterweg einen scharfen Linksknick zum Helm macht steht der Biker vor der Wahl: Noch weitere 80 hm für den finalen Aufstieg zum Helm investieren oder gleich weiter auf dem Singletrail 4 zur Sillianer Hütte? Wir haben uns wetterbedingt den Aufstieg zum Helm gespart und sind direkt zu Gulaschsuppe und anschließendem Kaiserschmarn in der Sillianer Hütte eingekehrt. Aufgewärmt vom Kachelofen ging es auf dem Weg 134 ein kurzes Stück schiebend weiter. An einer verfallenen Grenzerkaserne sollten die Protektoren angelegt werden. Anschließend geht es auf den Spuren des Stoneman hinab bis zur Klammbachhütte. Dort wechseln wir auf den Weg Nummer 13 bis zur Alpe-Nemes-Hütte. Ab hier mussten wir leider wetterbedingt von der eigentlich geplanten Route abweichen. Über den Schotterweg Nummer 13 sind wir nach Sexten zurück gerollt wo wir die Tour nach 30 km und knappen 1400 hm beendet haben. Unsere eigentliche Tourplanung (siehe auch Karte weiter unten) verläuft von der Alpe-Nemes-Hütte auf dem Weg 156 bis zum Rifugio Coltrondo. Von dort folgt man dem Weg 149 über die Kreuzhöhen bis man an einer Kreuzung auf den Weg 130 trifft. In der Nähe des Campingplatz Sexten wechselt man auf den Weg 13A bis man an der Straße auf den Weg 152 und 17 trifft. Diesen folgt man bis Bad Moos. Dort führt der Weg 102 am Fischleinbach entlang bis zur Fischleinboden-Hütte. Ab dort geht es auf dem Dolomiten Höhenweg (1A) zurück nach Sexten.

Technische Daten:
Länge: 38,4 km
Anstieg: 1600 hm
Abstieg: 1600 hm
Angaben beziehen sich auf geplante Route
Karte:
Sextener Dolomiten: Wanderkarte Tabacco 010, 1:25000, 9,90 EUR

GPS-Track geplante Route (gpx-Format) siehe auch Karte weiter unten
GPS-Track gefahrene Route (gpx-Format)


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Strudelalm

Obwohl unser Aufenthalt in den Dolomiten im Juni 2011 schon ein bisschen zurück liegt möchten wir unsere Touren im Hochpustertal dennoch vorstellen. Diese Tour führte uns über die Plätzwiese zur Strudelalm. Als fahrtechnisch vergleichsweise einfache Tour verlangt sie dem Biker jedoch in Sachen Kondition einiges ab, belohnt dafür aber mit einem großartigen Pamorama auf der Strudelalm. Neben einer landschaftlich reizvollen Umgebung bietet diese Tour, wie eigentlich alle Touren in den Dolomiten, auch etwas für den geschichtlich interessierten Sportler. So trifft man an vielen Stellen auf Überreste des ersten Weltkrieges.
Die Tour startet in Welsberg am Bike Hotel Dolomiten. Dieses Hotel können wir nur in den höchsten Tönen loben! Die super netten Hotelbesitzer versuchen den Aufenthalt ihrer Gäste wirklich zu einem tollem Erlebnis zu machen. Im Hotel Dolomiten steht der Chef noch selbst am Herd und das er sei Handwerk versteht merkt man am Geschmack. Hungrig steht auch keiner vom Tisch auf, Nachschlag war bei uns nie ein Problem und für die Chefin das Selbstverständlichste der Welt. Für Biker, die mit der Tourplanung bis vor Ort warten wollen bietet das Hotel Dolomiten umfangreiche Tourenvorschläge mit ausführlichen Tourenbeschreibungen.
Nun aber zurueck zur Tourbeschreibung: Durch das Höhlensteintal geht es auf der alten Bahntrasse Toblach-Cortina d’Ampezzo mit leichter Steigung am Toblacher See und am Dürrensee vorbei bis nach Schluderbach. Dort beginnt der moderate Uphill zur Plätzwiese auf Asphalt, teils Schotter. Nach etwa 600 hm erreicht man das ehemalige Werk Plätzwiese, das die Wichtigkeit der Plätzwiese im ersten Weltkrieg beweist. In unmittelbarer Nähe zum Werk befindet sich die Dürrensteinhütte in der es hervorragende Schlutzkrapfen gibt. Die Dürrensteinhütte bietet sich auf dem Rückweg für eine Einkehr auf jeden Fall an. Ab der Hütte wird der Weg deutlich schmaler und vorallem steiler: Es geht hinauf zur Strudelalm. Ein alter ausgesetzter Militärweg führt uns weiter Richtung Südosten bis zu einem verfallenen Unterstand. Ab dort ist der Weg teilweise so stark zugewachsen, dass wir gezwungen sind abzusteigen. Ziel ist eine freie Ebene oberhalb des Dürrensees mit tollem Panorama in das sich der Monte Piana einpasst. Dieser Berg ist auch auf jedem Fall einen Besuch wert, da dort ein Freilichtmuseum über die Kampfhandlungen im 1. Weltkrieg eingerichtet wurde (mindestens einen halben Tag einplanen).
Der anschließende Rückweg folgt der Aufstiegsroute zur Strudelalm bis zur Dürrensteinhütte in entgegengsetzter Richtung. Anschließen biegt man nach rechts Richtung Hotel Hohe Gaisl  am Plätzwiesensattel ab. Dort angekommen folgt man dem Weg Nummer 3 bis zur Stoll Alm. Von dort geht es über den Schotterweg über den Stollaplatz ins Stolla Tal bis nach Brüggele (ab Stollaplatz auf Weg 18). Auf einem Singeltrail (4-18-29-37) rollt man mit leichtem Gefälle aus dem Tal heraus bis nach Welsberg.

Eine mögliche alternative Routenführung ist in entgegengesitzer Richtung denkbar. Der Uphill erfolgt dann über die Straße durch das Stolla Tal mit der das Hotel Hohe Gaisl an der Plätzwiese von Brüggele erreichbar ist. Von der Dürrensteinhütte wählt man als Downhill den Singletrail mit der Nummer 37 der die Schotterstraße auf der Südseite der Plätzwiese regelmäßig schneidet. Dieser Weg sollte jedoch nur von fahrtechnisch geübten Bikern gewählt werden, da er teilweise recht knifflige Stellen beinhaltet.

Technische Daten:
Länge: 62,4 km
Anstieg: 1300 hm
Abstieg: 1300 hm

Karte:
Pragser Dolomiten: Wanderkarte Tabacco 031, 1:25000, 9,90 EUR

GPS-Track (gpx-Format)

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Auf den Schönkahler – das erste Mal auf Schneeschuhen!

Nachdem der Schneeschuhverleih sehr unkompliziert verlaufen ist hatten wir für den Anreisetag nur eine kurze Testtour eingeplant. Wie das bei uns häufiger der Fall ist, ist diese Tour schon leicht ausgeufert und wir haben stolze 4,6 km zurückgelegt. Es war tatsächlich sehr einfach die Schneeschuhe an unsere Wanderschuhe zu schnallen und auch die Benutzung der Steighilfe war selbsterklärend.

Der Morgen unserer ersten großen Schneeschuhtour lies zunächst nichts Gutes erahnen. Es war erhebliche Lawinengefahr gemeldet und es war sehr windig, wodurch wir als Anfänger zunächst abgeschreckt waren. Wir entschlossen uns für die Schneeschuhtour auf den Schönkahler, da diese Tour selbst bei schwierigsten Wetterverhältnissen keine Gefahrenstellen aufweist. Die Tour startete in Zöblen und schraubt sich zunächst kanppe 2 Kilometer auf der Straße entlang bis zum Berggasthof Zugspitzblick den Berg hinauf. Bis dahin waren wir nicht sehr optimistisch, dass wir unsere Schneeschuhtour durchziehen könnten, da uns der Wind und die ständigen Schneeverwehungen die ersten Meter erschwerte. Am Berggasthof Zugspitzblick verbesserten sich die Verhältnisse und wir konnten die Schneeschuhe anlegen. Nun ging es in den tief verschneiten Wald.

Die im Wanderführer beschriebene Tour folgt eine Weile dem Weg, was es uns möglich macht sich mit den Schneeschuhen vertraut zu machen und sich einzulaufen. Anschließend geht es immer wieder querfeldein den Berg hinauf. Der letzte Anstieg zum Pirschling war noch einmal eine knackige Herausforderung, nach der eine Verpflegung dringend nötig war. Nach dieser kurzen Stärkung ging es weiter die letzten Meter zum Pirschling (1636m), von dem aus wir zum ersten Mal den Schönkahler (1688m) sehen konnten. Trotz des schlechten Wetters waren wir keinesfalls die einzigen Besucher. Über den Osthang kommend waren mehrere Tourenskigeher auf dem Weg zum Gipfelkreuz. Wir überquerten in einem scharfen Westwind den breiten Sattel zwischen Pirschling und Schönkahler und machten uns an die letzten Höhenmeter. Oben angekommen hatten wir leider kaum Aussicht. Wir machten uns also schnell auf den Rückweg, der der gleiche war wie der Hinweg. Der Abstieg ging deutlich schneller, auch wenn wir unsere Spuren wegen des reichlichen Neuschnees kaum noch nutzen konnten.

Die Tour zum Schönkahler war ein tolles Erlebnis abseits viel begangener Wege und genau das Richtige für den Einstieg. Leider waren die Wetterverhältnisse in den kommenden Tagen zu schlecht, als das wir noch einmal eine Tour machen konnten. Wir haben schnell gemerkt, wie anstrengend eine Schneeschuhtour ist, daher sollte jeder eine gewisse Grundkondition mitbringen, auch Verpflegung sollte ausreichend in den Rucksäcken sein. Was wir immer wieder vermisst haben war ein heißer Tee zum aufwärmen, wir werden also das nächste Mal auf jeden Fall eine Thermoskanne dabei haben.

Übernachtet haben wir während unseres Aufenthalts im Haus Zitt in Grän, welches wir sehr empfehlen können. Wir hatten dort eine große und gepflegte Ferienwohnung für kleines Geld.

Unsere Schneeschuhe haben wir bei Sport Schädle in Grän geliehen. Die Kosten hierfür lagen bei 7 Euro am Tag. Ein paar Stöcke mit Schneetellern wurden uns gratis dazu geliehen. Toller Service!

Technische Daten:
Länge: 13,0 km
Anstieg: 960 hm
Abstieg: 960 hm
Dauer: ca. 6 h Gehzeit

GPS-Track (gpx-Format)

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Literatur:
Herbert Mayr: Allgäuer Alpen. 50 Wander- und Schneeschuhtouren; 14,90 €
Karte:
Wander- und Bikekarte Tannheimer Tal Reutte, 1:25000, Mayr, 6,80 €

LVS-Park Feldberg

Am vergangenen Samstag war ich mit der DAV Sektion Ludwigshafen im LVS-Park am Feldberg. Dort hatten wir ausgiebig die Möglichkeit die Verschüttetensuche mit einem LVS (Lawinenverschüttetensuchgerät), einem sogenannten Pieps, zu trainieren. Nach einer kurzen Einführung in die Theorie ging es auch gleich zur Sache und wir konnten in einem simulierten Lawinenunfall die Einfachverschüttung, Mehrfachverschüttung und Sondierung üben. Hierbei gilt es den oder im schlimmsten Fall die Verschütteten innerhalb von 12 Minuten zu finden und zu bergen, da nach dieser Zeitspanne die Überlebenswahrscheinlichkeit eines Verschütteten sehr stark abnimmt. Neben der Suche war auch die richtige Grabtechnik in der Gruppe ein Ausbildungspunkt. Erschreckend war für mich zu erleben wie, trotz klarer Ansagen eines Gruppenleiters, die Gruppe planlos und unkoordiniert zu suchen anfängt. Hier heißt es wirklich üben, üben und nochmals üben! Im Ernstfall sollte man nicht groß überlegen müssen und aufgrund weniger Kommandos direkt loslegen können.
Neben dem Umgang mit dem LVS hatten wir die Möglichkeit eine Avalung zu testen. Dazu wurden wir einzeln mit angelegter Avalung etwa 1 Minute 20-30 cm in den Schnee eingegraben. Dabei konnte man hautnah erleben, dass man eine Verschüttung in einer Lawine unbedingt vermeiden sollte.

Auf das Vorgehen bei der Suche möchte ich an dieser Stelle nicht näher eingehen sondern lieber auf ein gutes Buch verweisen, das die Grundlagen der Lawinenkunde und auch die der LVS-Suche sehr gut beschreibt, den Powderguide (ca. 20 EUR). Diejenigen die Interesse an dem Buch haben sollten sich jedoch noch ein paar Tage gedulden da inzwischen eine 4. erweiterte Neuauflage erschienen ist, die Amazon wohl noch nicht führt. Diese beinhaltet nun auch die 10 Gefahrenmuster auf die man in den Winterbergen trifft.

Zurück zum LVS-Kurs: Nachdem Charlotte und ich ja bereits selbst eine LVS-Übung durchgeführt haben war es für mich sehr interessant zu sehen wie mein Pieps DSP auf die Mehrfachverschüttung reagiert und wie die “Ausblendefunktion” des LVS funktioniert. Sobald das LVS eine Mehrfachverschüttung anzeigt ermöglicht die Ausblendefunktion das stärkste Signal zu unterdrücken. Hierdurch kann ein bereits durch Sondieren gefundener Verschütteter für die weitere Suche “ausgeblendet” werden, was die weitere Suche erheblich vereinfacht. Allerdings merkt sich interessanterweise das Pieps DSP diese Ausblendung nicht, d.h. wenn man außer Reichweite und anschließend wieder in Reichweite des ausgeblendeten LVS kommt, wird das Signal wieder angezeigt. Ob dies mir nur so vorkommt oder tatsächlich so ist werde ich aber in den kommenden Wochen bei einer “Trockenübung” noch mal prüfen. Das Mammut Barryvox scheint hier ein bisschen unempfindlicher zu sein.

Ich kann jedem Wintersportler, der sich abseits gesicherter Pisten bewegt, nur empfehlen einen solchen Kurs zu belegen. Dabei sollte jeder darauf achten auch mit dem LVS zu arbeiten das er auch im Felde nutzt, da sich die Bedienung von Hersteller zu Hersteller teilweise unterscheidet und es im Ernstfall auf Sekunden ankommt. Anschließend sollte man regelmäßig die Verschüttetensuche üben. Bei fast jedem Aufenthalt im Schnee bietet sich die Gelegenheit eine solche Übung, z.B. durch Vergraben eines LVS in einem Rucksack, durchzuführen. Hierbei lassen sich je nach Gruppengröße auch Wettkämpfe abhalten wer den Rucksack schneller orten und sondieren kann.

Hallo Welt!

Wir – das sind Nico und Charlotte – haben uns zu diesem Blog entschlossen, nachdem wir angefangen haben unsere gemeinsame Zeit zunehmend abwechslungsreich zu gestalten. Einerseits haben wir immer mehr Abenteuer auf Rädern erlebt, wie einen zugegeben sehr regnerischen aber ereignisreichen Bike-Urlaub in den Dolomiten, andererseits entdecken wir immer mehr Möglichkeiten sich in und auf Schnee fortzubewegen. Dann bleibt nicht zu vergessen unser bevorstehender Trekkingurlaub nach Island.

Da wir selbst immer wieder auf der Suche nach spannenden Reiseberichten, Anregungen für eigene Reisen aber auch Planungshilfen und Packlisten sind, wollten wir einen kleinen Beitrag für Andere leisten und unsere Erfahrungen teilen.
Richtig sind hier alle die, die sich über ihre Abendteuer austauschen wollen, Ideen suchen oder Anregungen für uns haben.
Nicht erfüllen können wir allerdings Erwartungen an tägliches Unterhaltungsprogramm.

Noch ist der Blog sehr übersichtlich aber wir werden ihn in den kommenden Wochen Schritt für Schritt mit Leben füllen, ganz nach dem Motto: “Ich brauche Input!”

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und freuen uns über Anregungen und Ideen!